herzaufderzunge

Mein täglich Leben
 

Meta





 

In that morning gone was any chase of you, I think I am finally clean

Gestern traf ich mich mit Felix zum letzten Mal bevor er nach Göttingen zieht um dort zu studieren. Es war erst ein riesen Theater, weil ich mich traute ihn nach einem Treffen zu fragen und zuerst schien es so als würde er ablehnen, doch schließlich trafen wir uns doch noch. Ich war die letzten 3 Jahre in verliebt gewesen. Manchmal heimlich, manchmal hab ich es verdrängt (als ich meine erste Beziehung hatte, die unter anderem deswegen scheiterte) und manchmal wusste nur Laura davon. Auf jeden Fall konnte ich ihn nie aus meinen Gedanken verbannen, er war immer da und immer hoffnungslos. Doch jetzt gab es dieses Treffen und ich konnte noch einmal mit ihm persönlich sprechen. An sich war es super und sehr nett. Wir haben einfach nur geredet und ich hab es genossen, bis zu dem Punkt als er mein Studienwahl in Frage stellte. Er fing an darüber zu reden, dass Gymnasiallehrer doch an sich viel besser wäre und er niemals Haupt- und Realschule in betracht gezogen hätte, weil ihm der Stoff zu leicht wäre und es ihn einfach nicht reizen würde. Auch seien alle viel unmotivierter, sodass es doch vergebene Mühe wäre. Er verstand den Reiz nicht, der das Unterrichten für mich hat und dass es mir nicht um eine bestimmte Schulform geht, sondern um das Beibringen, das Lehren, das Verstehen. Er könnte allein deswegen kein guter Lehrer werden, er kann zwar ganz gut erklären, aber mehr auch nicht. Seine Meinung und seine Unterstützung war mir an sich wichtig, doch jetzt war ich zwar enttäuscht, doch es stabilisierte mich. Wie sollte ich in jemanden verliebt sein, der meine Entscheidungen nicht akzeptiert und mich sogar davon überzeugen möchte es im nächsten Jahr nochmals mit den Bewerbungen zu versuchen und dann wieder auf Gymnasial. Ihn schien es nicht zu interessieren, dass ich mit dieser Entscheidung sehr zufrieden bin und ich denke, dass ich damit glücklich sein kann und ich möchte niemanden in meinem Leben haben, der dieses Glück nicht akzeptiert und mich zu etwas anderem Zwingen möchte, weil es ihm besser in den Kram passt. Ich konnte mir fast bildlich vorstellen, wie er mit Ann-Christin über mich lästerte, weil ich nicht Gymnasiallehrerin werde. Ich akzeptiere Enttäuschungen, aber diese Art hätte ich von ihm einfach nicht erwartet und noch weniger kann ich sie verzeihen. Von Ann-Christin hatte ich nichts anderes erwatet, es überrascht mich nicht und ich kann meinen Ärger etwas runterschlucken, doch nicht bei IHM. Er schien mir immer wie der perfekte PArtner für mich, für mich war er eine 10, doch das zerstörte alle Vorstellungen von ihm. Ich hatte immer bei ihm das Gefühl, dass er mich so akzeptierte wie ich bin und das tat so unglaublich gut, aber ich wusste nicht, dass das nur gilt solange ich seinen Vorstellunegn bezüglich MEINER Zukunft entsprach.

Und wie so oft tröstete mich Taylor Swift mit dem Lied "Clean", es sprach mir aus der Seele, obwohl ich keine richtige Beziehung mit ihm gehabt hatte, dennoch fühlte ich mich so.

25.8.16 15:12

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